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Beratung

Mit einem vielfältigen Angebots- und Beratungsprogramm möchte das Diversity Management Chancengerechtigkeit sichern und eine barriere- und diskriminierungsfreie(re) Lern- und Arbeitsumwelt schaffen. Über eine reine Antidiskriminierungspolitik hinausgehend soll eine „Kultur der Wertschätzung“ an der FAU befördert werden. Zentrale Arbeitsfelder sind aktuell:

 

Antidiskriminierung

Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist,“ rassistische Diskriminierungen oder jene, die wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität erfolgt sind, zu verhindern oder zu beseitigen“ (§ 1 AGG). Das AGG regelt die Ansprüche und Rechtsfolgen bei Diskriminierungen sowohl für das Arbeitsleben als auch für das Zivilrecht.

Was heißt Diskriminierung?

„Diskriminierung ist die Benachteiligung von Menschen aufgrund eines schützenswerten Merkmals, wie beispielsweise des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Identität oder der Religion, ohne sachliche Rechtfertigung. Entscheidend für eine Benachteiligung ist das Ergebnis, nicht jedoch das Motiv (Absicht, Gedankenlosigkeit, allgemeine Verwaltungspraxis et cetera).“ (aus: Leitfaden „Diskriminierungsschutz an Hochschulen. Ein Praxisleitfaden für Mitarbeitende im Hochschulbereich“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2013: 8).

Was sind die Aufgaben des Diversity Management?

Das Diversity Management ist erste Anlauf- und Informationsstelle an der Hochschule in Fällen von unmittelbarer, wenn eine Person weniger günstig als eine Vergleichsperson behandelt wird, wie auch mittelbarer Diskriminierung durch scheinbar neutrale, für alle geltende Verhaltensweisen, Vorschriften und Regelungen, die sich aber in der Praxis für bestimmte Gruppen benachteiligend auswirken. Nach der Erstberatung wird gezielt an interne und externe Beratungsstellen weitervermittelt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter: http://www.antidiskriminierungsstelle.de sowie den Endbericht zu „Diskriminierung in der Hochschule“ zum Download.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Ebru Tepecik und Judith Holland M.A

 

Interkulturalität und Studium

Die Kontakt- und Kompetenzstelle Interkultur ist eine Anlaufstelle für Studierende mit Migrationshintergrund mit vielfältigen Angeboten zur Schulung von wissenschaftlichen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sowie Angeboten zu interkulturellen Veranstaltungen, Kontakten und Netzwerken. Mit adressatengerechten Maßnahmen werden die Potenziale von Studierenden mit Migrationshintergrund an der FAU gezielt gefördert und ihr Studienerfolg unterstützt. Die Entwicklung und Umsetzung von zielgruppenspezifischen Angeboten orientieren sich an den Bedürfnissen und den interkulturellen und mehrsprachigen Potenzialen der Zielgruppe.

Information und Erstberatung

  • Ansprechpartner/in für Fragen und Anliegen rund um Studium und Interkulturalität
  • Gemeinsame Klärung des individuellen Bedarfs im Einzelgespräch
  • Bedürfnisorientierte Weitervermitttlung an Beratungs- und Fachstellen der Hochschule
  • Zusätzliches Beratungsangebot am Campus Regensburger Straße in Nürnberg

Workshops zur Kompetenzförderung und beratende Unterstützung in den Bereichen

  • Wissenschaftssprache Deutsch
  • Referieren und Präsentieren
  • Erstellen von Haus- und Abschlussarbeiten
  • Aktive Beteiligung in Seminardiskussionen
  • Selbstorganisiertes und effektives Lernen

Interkulturelle Kontakte und Vernetzung

  • Netzwerk Interkultur - Offener Gesprächskreis für Studierende mit/ohne Migrationshintergrund zur interkulturellen studentischen Vernetzung. Austausch und Diskussion über interkulturelle Themen und Tipps rund um das Studium. Planung und Durchführung von gemeinsamen interkulturellen Projekten und weitere Aktivitäten. Kontaktvermittlung zu interkulturellen Netzwerken und KooperationspartnerInnen in- und außerhalb der Hochschule

Veranstaltungen und Projekte

  • Lehrveranstaltung zu migrationsbezogenen Themen: "Islamische Präsenz in Deutschland", "Muslimische Judenliche und Jugendkulturen in Deutschland", "Islam und Schule - Chancen und Herausforderungen für Schule und Unterricht" "Migration und Bildung - Bildungsbeteiligung - und erfolge von Migrantenkindern im deutschen Bildungssystem" (Institut für Soziologie)
  • Projekt „Migration – Bildungsperspektive Hochschule“ (2013-2016). Ein Kooperationsprojekt zwischen der FAU und TH-Nürnberg. Bilinguale Informationsveranstaltungen im Raum Erlangen/Nürnberg/Fürth für Eltern und Jugendliche mit Migrationshintergrund über Informationswege und Beratungsmöglichkeiten rund um das Studium an der FAU und der TH Nürnberg. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Informationsflyer sowie unter diesem Link.
  • Veranstaltungstag an Mittelschulen: "QUALIfiziere Dich für die Uni - Ein SchülerInnen- und StudentInnen-Austausch". Im Rahmen der Veranstaltung erhalten SchülerInnen aus Mittelschulen in Nürnberg die Möglichkeit, sich mit Studierenden mit Migrationshintergrund der Friedrich-Alexander Universität zu den Themen Schule und Studium auszutauschen. Weitere Informationen zum Konzept und Programm und erhalten Sie hier. Die Fotodokumentation zum Veranstaltungstag finden Sie hier.

Kontakt und Ansprechpartnerin: Dr. Ebru Tepecik

Internationale Studierende

Zusätzlich zum Informations- und Beratungsangebot der Informations- und Beratungszentrum der FAU (IBZ) und dem vielseitigen Angebot des Referats für Internationale Angelegenheiten (RIA) hat das Diversity Management ein Programm speziell für internationale Studierende entwickelt, die unabhängig von Austauschprogrammen einen deutschsprachigen Studiengang studieren. Seminare, Veranstaltungen und Vernetzungstreffen sollen den Studierenden den Studienstart in Deutschland erleichtern und zu einem erfolgreichen Studienabschluss beitragen.

Wir bieten:

Workshop „Fit für den deutschsprachigen Master“

      • erleichtert den Einstieg in die deutsche Hochschul- und Wissenschaftskultur,
      • vermittelt für den Studienerfolg in Deutschland wichtige Kompetenzen und Arbeitstechniken,
      • erläutert differierende Bildungserfahrungen, verschiedene Lern- und Arbeitsstile sowie Unterschiede im interpersonalen Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden

Aktuelle Termine für den Workshop finden Sie hier.

Kontakt- und Vernetzungstreffen

      • zum Kennenlernen
      • sich austauschen
      • und Spaß haben

Ansprechpartnerin: Dr. Ebru Tepecik

Wichtige Links:

 

Barrierearmes Lernen und Arbeiten

Die FAU verfolgt die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention (UN-BRK, für Bildung insbesondere Art. 24, 2009), der Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz (2009) und des Beschlusses des Deutschen Studentenwerkes (2010). Ziel der FAU ist, ein diskriminierungsfreies und gleichberechtigtes Studieren und Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen und chronischen Krankheiten zu sichern. Zu den Aufgaben des Diversity Management gehören:

Information und Vernetzung

Das Diversity Management versteht sich als Anlauf- und Kontaktstelle, die die vorhandenen Informationen und Ressourcen bündelt und die beteiligten Akteure vernetzt (z.B. Abteilung Lehre & Studium, Schwerbehindertenbeauftragte/r im IBZ und dem Studentenwerk, Schwerbehindertenvertretung der MitarbeiterInnen, Beauftragte/r des Arbeitgebers für Behinderte nach SGB IX).

Wie können Lehrende eine barrierearme Lernumgebung für Studierende gestalten?

Das Diversity Management informiert und berät, wie Lernumgebungen barriereärmer gestaltet werden können. Wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Situation der ca. 8% der Studierenden in Deutschland, die von Beeinträchtigung und chronischer Krankheit betroffen sind, liefert die Sondererhebung „beeinträchtigt studieren“ des Deutschen Studentenwerks (2012: 2f):

      • Rund 94% der befragten Studierenden ist ihre Beeinträchtigung auf den ersten Blick nicht anzusehen.
      • Am stärksten studienbeeinträchtigend wirken sich für 45% der Befragten ihre psychische Beeinträchtigung, für 20% ihre chronisch-somatische Erkrankung (Allergien, Rheuma, Tumorerkrankungen), für 6% ihre Teilleistungsstörung (z.B. Legasthenie), für 5% ihre Sehbeeinträchtigung, für 4% ihre Bewegungsbeeinträchtigung und für 3% ihre Sprech- und Hörbeeinträchtigung aus.
      • Schwierig sind vor allem die hohe Prüfungsdichte, organisatorische Vorgaben des Studiengangs, die Durchführung von Praktika und Exkursionen sowie die Gestaltung der Lehr- und Prüfungssituation.
      • Nachteilsausgleich (z.B. Zeitzugabe, Prüfungsfristverlängerung etc.): Diesen beantragten nur 27% der befragten Studierenden. Verzichtet wurde darauf, weil 1. die Studierenden glaubten, nicht anspruchsberechtigt zu sein, 2. sie keine Sonderbehandlung wollten oder 3. nicht wollten, dass ihre Beeinträchtigung bekannt wird.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie zentral die umfassende Information und Beratung der Studierenden und Lehrenden ist. Hilfreiche Leitfäden für Dozentinnen und Dozenten haben die Universitäten Gießen und Frankfurt entwickelt. Sie finden diese unter: Universität Gießen und Universität Frankfurt

Ansprechpartnerinnen: Dr. Ebru Tepecik und Judith Holland M.A.

Studierende erhalten umfassende Beratung im IBZ bei

Dr. Jürgen Gündel (Behindertenbeauftragter für Studierende)
Tel. 09131 85-24051
E-Mail: juergen.guendel@fau.de
Wo: Halbmondstraße 6/Schloßplatz 3, Raum: 1.032, 91054 Erlangen

Hinweise und Tipps zum Studieren mit und trotz Beeinträchtigung finden Sie hier auf den Seiten des IBZ.

Spezielle Maßnahmen für Studierende mit Sehbeeinträchtigung

Seit dem Wintersemester 2011/2012 werden an der FAU „Spezielle Schlüsselqualifikationen für sehbehinderte Studierende“ angeboten und spezielle Module für Blinde und Sehbehinderte entwickelt. Das Projekt ist angesiedelt beim Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation (ZIEW) der FAU und bietet auf seinen Internetseiten unter http://www.wk-wkw.de/bliseh/index.htm wichtige Hinweise und Informationen für Studierende.

Ansprechpartner: PD Dr. Wolfgang Krebs
Tel.: 09128 727487
Mobil: 0170 2140100
E-Mail: wkrebs@wk-wkw.de
Wo: Nürnberger Straße 1, 90537 Feucht

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten umfassende Beratung bei:

Petra Leicht (Vertrauensperson der Schwerbehinderten)
Tel. 09131 85-24130
E-Mail: schwerbehindertenvertretung@fau.de
Wo: Universitätsstraße 22, Raum: 1.034 1. OG, 91054 Erlangen

Wichtige Informationen und Hinweise finden Sie auf den Seiten der Schwerbehindertenvertretung unter http://www.schwerbehindertenvertretung.uni-erlangen.de/

 

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt

Mit der Verabschiedung der UN-Resolution (A/HRC/17/L.9/Rev.1) vom Juni 2011 wird erstmalig sexuelle Selbstbestimmung und geschlechtliche Vielfalt als Menschenrecht verbürgt. Das Diversity Management der FAU möchte die gesellschaftliche und individuelle Bedeutsamkeit des Themas sichtbar machen und zur inneruniversitären Informations- und Aufklärungsarbeit beitragen.

Das Büro für Gender und Diversity ist Mitglied im „Koordinierungskreis SOGI der Metropolregion Nürnberg“. SOGI steht dabei für sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten. Im Koordinierungskreis arbeiten seit 2014 Interessierte aus Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft zusammen, unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Friedrich‐Alexander‐Universität Erlangen-Nürnberg, des schwul‐lesbischen Zentrums „Fliederlich“ und städtische Gleichstellungsbeauftragte. Der Koordinierungskreis setzt sich für die Anerkennung der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt und den Schutz vor Diskriminierung aufgrund von SOGI ein.

Sprechstunde der Queer AG des Referats AntiDisRa (Studierendenvertretung der FAU)

Die Sprechstunde der Queer AG gibt queeren Studierenden Raum für Austausch, Beratung, Vernetzung sowie gemeinsame Aktionen. Personen, die Fragen haben zum bzw. sich mit dem Thema LGBTIAQ*(Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Transgender, Transident, Intersexual, Asexual, Agender, Genderqueer, Questioning)beschäftigen (möchten), sind herzlich willkommen.

Die Queer AG trifft sich derzeit alle zwei Wochen Donnerstags um 20:00 Uhr im Gebäude des Sprecher*innenrats in der Turnstraße 7 in Erlangen.

Seit Donnerstag, den 24. November 2016, findet außerdem alle zwei Wochen (donnerstags/ freitags im Wechsel) die Sprechstunde der Queer AG in den Räumlichkeiten des Büros für Gender und Diversity im Raum 3.105 in der Bismarckstraße 8 in Erlangen statt. Die genauen Termine für die Treffen sowie die Sprechstunden können der Homepage der Queer AG entnommen werden.

Ansprechpartner: Matthias Emmert (matthias.emmert@fau.de)

Kontakt:

Email (allgemein): stuve-queer@fau.de
Kummerkasten: stuve-queer-kummerkasten@fau.de

In Sachen Queer – Kleiner Wegweiser zu LGBTI*-Angeboten in der Metropolregion Nürnberg

Die Broschüre des Kompetenzzentrums Gender & Diversity (KomGeDi) der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und dem Koordinierungskreis SOGI (Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identitäten) in der Metropolregion Nürnberg, mit einem Überblick an Initiativen zu Austausch, Beratung, Begegnung, Information und Kampagnen in der Region für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und andere (LGBTI*), finden Sie hier.

Schwerpunktthema der offiziellen Ringvorlesung der FAU im Sommersemester 2014

Interdisziplinäre Perspektiven spannen den Bogen von theoretischen Grundlegungen zu Geschlechtsidentität und sexuellem Begehren über historische, kontextuelle und (theologisch-)ethische Perspektiven auf das Konzept Heteronormativität als gesellschaftlichem Ordnungsmuster bis hin zu biografischen Erfahrungen verschiedener LSBTI-Gruppen. Aber auch nach den Herausforderungen, die sich für die Praxis in Schule und Hochschule ergeben, wird gefragt.

Organisationsteam: Prof. Dr. Peter Bubmann ‒ Professur für Praktische Theologie, Imke Leicht M.A. ‒ Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, Dipl.-Pol. Christine Burmann ‒ Nürnberger Menschenrechtszentrum, Prof. Dr. Ingrid Artus ‒ Professur für Soziologie sowie Büro für Gender und Diversity

Das Programm der Ringvorlesung finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Dr. Ebru Tepecik und Judith Holland M.A.

Wichtige Hinweise und Beratung finden Sie unter:

Fliederlich e.V. Nürnberg unter www.fliederlich.de
Tel. 0911 4234570
E-Mail: verein@fliederlich.de
Wo: Breite Gasse 76, 90402 Nürnberg

TRANS-IDENT e.V. unter www.erlangen.trans-ident.de
Sandra Wißgott (Beratungsstelle)
Tel.: 09875 – 1288
E-Mail: beratungsstelle@trans-ident.de
Wo: Rangaustraße 1, 91639 Wolframs-Eschenbach